Kameraperspektive

Aus dem Nähkästchen

Kameraperspektive

Die Kamera ist das Auge des Filmemachers, der Filmemacherin. Wir inszenieren, wir gestalten, wir vermitteln Emotionen, Inhalte, bauen Spannung auf, nehmen die Zuschauer*innen mit und untermalen durch eine bestimmte Kameraführung, eine eigens komponierte Lichtstimmung und entsprechende Soundeffekte das Geschehen auf der Leinwand, auf dem Bildschirm.

Wie wichtig die jeweils gewählte Perspektive ist, sehen wir oft erst, wenn unser Film fertig geschnitten ist, wenn er wirkt, die Menschen begeistert oder unsere Erwartungen und die des Kunden nicht erfüllt.

Grundsätzlich unterscheiden wir den Bildausschnitt, den Blickwinkel und die Bewegung der Kamera.

Wenn wir von Bildausschnitt sprechen, meinen wir entweder die Totale (Überblick – Unterform die Supertotale – extrem weit), die Halbtotale (zeigt die unmittelbare Umgebung einer Figur, eines Objektes), die Halbnahe (Person bis zur Gürtellinie – ähnlich der Amerikanischen (etwas offener)), die Nahe (Person bis zur Brust), die Großeinstellung (z.B. nur den Kopf) oder die Detailaufnahme (zeigt Ausschnitte übergroß, z.B. Mund oder Augen).

Wenn wir von Blickwinkel sprechen, reden wir von der Normalperspektive (Augenhöhe), der Aufsicht (oberhalb der üblichen Achse positioniert – lassen Dinge kleiner und weiter erscheinen – extrem: Vogelperspektive – von oben wie ein Adler), die Untersicht „Low Angle Shot“ (unterhalb der normalen Achse, lässt Dinge größer erscheinen, öffnet den Himmel – extrem: Froschperspektive) und die Schrägsicht in den möglichen Varianten.

Wenn wir von Kamerabewegung sprechen, handelt es sich entweder um eine Feste (keine Bewegung), einen Schwenk (horizontal oder vertikal – extrem: Reißschwenk), einer Fahrt (z.B. Kameradolly oder Slider), einem Zoom (scheinbare Kamerabewegung) oder einer Subjektiven (aus der Perspektive des Protagonisten gezeigt).

Oft fällt auch der Begriff „Schärfentiefe“ oder „Schärfenverlagerung“. Nicht immer wollen wir ein Bild komplett scharf haben oder wollen uns bewusst von einem Motiv zum anderen bewegen und nutzen dabei verschiedene Schärfenbereiche um dies besser darstellen zu können.

Viele dieser Elemente werden als Stilmittel eingesetzt, um einen bestimmte Aussage zu erreichen und wenn sie gut kombiniert werden, liefern sie uns die Bilder, die wir brauchen, um einen tollen Film zu erstellen – wenn Inhalt und Dialoge ebenfalls beeindrucken – das geniale Bild allein reicht nicht aus, um einen wirklich guten Film zu machen.

finearts – hier trifft Erfahrung auf Begeisterung

#imagefilm # werbung #kameraperspektive

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